StadtRaumBoxen #11 – Karo Kollwitz “Kleines Weltbrett”
Für die #11 der StadtRaumBoxen wurde Karo Kollwitz aus Weimar, wo sie an der Bauhaus-Universität lehrt, eingeladen.
Sie ist eine Künstlerin, die unter anderem im öffentlichen Raum arbeitet. Ihre Interventionen zielen auf Kommunikation mit den Betrachter:innen beziehungsweise ihr Interagieren, seien es die Textmaschinen – Hörstationen, die an Lichtmasten in verschiedenen Städten angedockt sind – oder ihre Aktion mit den eigenen Waldschafen und einer Schießbude im Stadtteilpark Weimar West oder die Kabine in Helsinki zwischen Park und Bucht, die als Versteck für Menschen diente,die eins brauchten, und das von der Künstlerin und Bewohnern der Stadt betreut wurde.
Für den wohl kleinsten Ausstellungsraum in Erfurt hat sie eine Installation aus Holz geschaffen, der sie den Namen Kleines Weltbrett gibt. Kein geringerer als Friedrich Schiller hat die Formulierung „Bretter, die die Welt bedeuten“ 1803 seinem Gedicht „An die Freunde“ geprägt, seitdem stehen diese Bretter synonym für die Bühne eines Theaters. Karo Kollwitz holt sie aus dem Schauspielhaus heraus, stellt sie schützend über die StadtRaumBoxen. Eine Geste, die auf das aufmerksam macht, was im und mit dem Schauspielhaus passiert, seitdem der Verein KulturQuartier Erfurt diesem Ort wieder Leben einhaucht und ihn als einen Kulturort nutzt – noch in der Probephase, aber das Ziel steht fest. Und so kann aus dem Kleinen Welttheater etwas ganz großes werden. Vor dem alten Schauspielhaus in Erfurt stellt die Künstlerin Karo Kollwitz Ihre Arbeit aus. Unter dem Titel „Kleines Weltbrett“ bespielt sie die StadtRaumBoxen, aufgenommen am 25.10.2019 in Erfurt
