Das Haus

Bei dem denkmalgeschützten Gebäudekomplex handelt es sich um ein 1897 vom Geselligkeitsverein „Ressource“ eröffnetes Vereinshaus, welches später um einen Theateranbau ergänzt wurde. 1897 trafen sich in dem neobarocken Vereinshaus einflussreiche Herren der bürgerlichen Erfurter Gesellschaft; das Haus war Zentrum für Fest- und Freizeitvergnügungen, kultur- und gesellschaftspolitischen Austausch sowie wichtigste informelle Interessenbörse der gut situierten Erfurter Stadtgesellschaft. Der zweite Weltkrieg und die Gründung der DDR bedeuteten zwar das Ende des Herrenvereins, doch ihr Vereinshaus sollte weiterhin ein Ort der Kultur bleiben. 1949 eröffnete der umgebaute und erweiterte Gebäudekomplex seine Pforten als städtisches Theater. Je nach gesellschaftlichen Veränderungen und Ansprüchen hat das Haus bauliche Veränderungen erfahren. 2003 kam dann das Aus: Mit dem Bau des neuen Theaters im Brühl wurde das Theater abgewickelt. Seitdem ist die einstige Stätte von Geselligkeit und Kultur dem Verfall preisgegeben. Das ehemalige Schauspielhaus ist ein Ort mit einem enormen Potential. Von dort können für die Stadt, den freien Kulturbereich und die Kreativwirtschaft weitreichende Impulse ausgehen. Mit dem KulturQuartier inmitten der Stadt würde sichtbar werden, welch großes kreatives, kulturelles und kulturwirtschaftliches Potential in der Thüringer Landeshauptstadt steckt.

Bilder vom Schauspielhaus im Jahr 2015

fotografiert von Marcel Krummrich

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