Die StadtRaumBoxen werden gefördert vom Freistaat Thüringen/Staatskanzlei und der Sparkasse Mittelthüringen.

StadtRaumBoxen #14 – Liz Bachhuber. BRIDGES AND BOWS

Die in Weimar lebende Künstlerin Liz Bachhuber (geb. in Milwaukee, USA) widmet sich zumeist mit ihren orts- und kontextbezogenen Arbeiten dem öffentlichen Raum, wobei sie mit Materialien arbeitet, die sie vor Ort findet und in ungewöhnlichen Kombinationen aufeinander bezieht. Gefundene Materialien und Gegenstände sind für sie als Träger des kollektiven Gedächtnisses wichtig: Werkzeuge des Alltäglichen, Abfall und Fundstücke, die Spuren menschlichen Handelns in sich tragen. Zentral ist der Begriff des Kreislaufs, im Sinne der Wiederverwertung: Nichts geht verloren. Was technisch oder materiell verschlissen ist, kann ein neues Leben als ideelles Objekt gewinnen, beispielsweise als Metapher für das Wechselverhältnis von Mensch und Natur. „Bridges and Bows“ ist der Titel der Installation von Liz Bachhuber, die sie für die #14 der Ausstellungsreihe StadtRaumBoxen geschaffen hat. Die drei Boxen werden verbunden, so wie Brücken und Bögen Räume überspannen und Getrenntes verbinden können. Keine Frage, diese Arbeit ist mit Symbolik behaftet, nicht nur die drei Boxenkörper und der Raum um sie herum werden bildhaft in Beziehung gesetzt.
Auch dieses Mal sind es wieder die selbst geernteten Schösslinge, mit denen Liz Bachhuber eine Grundkonstruktion erschafft. In die überspannenden Bögen beziehungsweise die an die Konstruktion der Boxen angedockten Nester, die mal großzügig und offen, dann wieder verdichtet sind, arbeitet die Künstlerin farbige Fundmaterialien ein, setzt Akzente. Manche von ihnen wirken verspielt – nobilitieren wie Schleifen (eine weitere Bedeutung von Bows) diese Objekte. Neben den verwendeten Materialien ist eine Handschrift erkennbar; mit beiden greift die Künstlerin in räumlich vorgegebene Gefüge ein und gibt diesen einen neuen Ausdruck.

StadtRaumBoxen #13 – Monika Goetz. INTO THE VOID

Für die 13. Auflage der Ausstellungsreihe StadtRaumBoxen wurde Monika Goetz eingeladen eine neue Arbeit für den wohl kleinsten Ausstellungsraum in Erfurt zu konzipieren.

Licht und die Abwesenheit von Licht, Raum an sich sowie der Vorgang des Sehens haben eine große Bedeutung in den zumeist ortsspezifischen Arbeiten von Monika Goetz.

Die in Berlin lebende Künstlerin hat für die StadtRaumBoxen eine weiterzudenkende Netzstruktur entworfen, mit der sie die drei Vitrinen umhüllt – ohne sie zu verdecken. Das Netz mit seinen vielschichtigen Bedeutungen von Verbinden, Schützen, Energiefluss, Konstruktion und vielen anderen ist eine wunderbare Metapher für alles, was im und durch das KulturQuartier passiert.

StadtRaumBoxen #12: Robert Krainhöfner. BEWEGT

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist StadtRaumBoxen12.jpg.

16.05.–12.07.2020

Für die StadtRaumBoxen #12  wurde Robert Krainhöfner aus Jena eingeladen.

Mit einem Diplom für Kunst im öffentlichen Raum schloss er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg ab. Ausgangspunkte für seine Arbeiten sind einfache geometrische Formen, wie Kreise und Rechtecke, welche sich offensichtlich einem Veränderungsprozess unterziehen. So entstehen Metamorphosen sowie Zwischenräume, welche einen Prozess beschreiben. Ein Prinzip, das er bereits in verschiedenen Materialien durchdekliniert hat, ist die Faltung, ein anderes die Drehung. Mit diesen Techniken entwickelt er seine Formen konsequent von der Fläche in den Raum und setzt dabei gezielt die Wirkung von Farben ein.

Für die StadtRaumBoxen #12 entwickelte Robert Krainhöfner eine Arbeit, für die er erneut ein Material, das er bereits vielfach für seine Arbeiten eingesetzt hat, benutzt: Stahl. Dieses Mal sind es lange Stäbe, die durch ihre bloße Verankerung in einer Bodenplatte in der Höhe beweglich sind. Das Raster, das die Grundplatte vorgibt, löst sich nach oben auf, es ergeben sich Überlagerungen der grafischen Struktur der Stahlstäbe, die zum einen bei der Wahrnehmung der Arbeit im Vorübergehen optisch in Bewegung geraten. Durch das Berühren  dieser skulpturalen Arbeit – gleich ob durch Wind oder die Interaktion eines Menschen erzeugt – entsteht zudem ein Klang, der leise den umliegenden Raum erfüllt und sich in den Sound der Stadt einfügt.

Aufgrund der Coronasituation müssen wir dieses Mal leider auf eine Eröffnung verzichten. Im Laufe der Ausstellung wird aber ein Interview mit Robert Krainhöfner und einen Film vom Aufbau veröffentlicht.

Für euch war Nora Klein beim Aufbau mit der Kamera dabei. Viel Spaß beim Schauen! Auf eine Vernissage der Arbeit BEWEGT von Robert Krainhöfner mussten wir diesmal leider verzichten.

 

StadtRaumBoxen #11 – Karo Kollwitz “Kleines Weltbrett”

Für die #11 der StadtRaumBoxen wurde Karo Kollwitz aus Weimar, wo sie an der Bauhaus-Universität lehrt, eingeladen. Sie ist eine Künstlerin, die unter anderem im öffentlichen Raum arbeitet. Ihre Interventionen zielen auf Kommunikation mit den Betrachter*innen beziehungsweise ihr Interagieren, seien es die Textmaschinen – Hörstationen, die an Lichtmasten in verschiedenen Städten angedockt sind – oder ihre Aktion mit den eigenen Waldschafen und einer Schießbude im Stadtteilpark Weimar West oder die Kabine in Helsinki zwischen Park und Bucht, die als Versteck für Menschen diente,die eins brauchten, und das von der Künstlerin und Bewohnern der Stadt betreut wurde. Für den wohl kleinsten Ausstellungsraum in Erfurt hat sie eine Installation aus Holz geschaffen, der sie den Namen Kleines Weltbrett gibt. Kein geringerer als Friedrich Schiller hat die Formulierung „Bretter, die die Welt bedeuten“ 1803 seinem Gedicht „An die Freunde“ geprägt, seitdem stehen diese Bretter synonym für die Bühne eines Theaters. Karo Kollwitz holt sie aus dem Schauspielhaus heraus, stellt sie schützend über die StadtRaumBoxen. Eine Geste, die auf das aufmerksam macht, was im und mit dem Schauspielhaus passiert, seitdem der Verein KulturQuartier Erfurt diesem Ort wieder Leben einhaucht und ihn als einen Kulturort nutzt – noch in der Probephase, aber das Ziel steht fest. Und so kann aus dem Kleinen Welttheater etwas ganz großes werden.

StadtRaumBoxen #10 –  Maria Vill & David Mannstein „cluster of stars“

Für die StadtRaumBoxen #10 wurde mit Maria Vill und David Mannstein in Künstlerduo aus Berlin gefunden, das in Erfurt bereits künstlerische Spuren hinterlassen hat, die eng mit dem KulturQuartier verbunden sind. 2007 gewannen sie den Wettbewerb um die künstlerische Gestaltung eines Denkmals zur Ehrung das Engagements von Willy Brandt und den Erinnerung seines Besuches 1970 in Erfurt. Nach einer aufregenden öffentlichen Debatte wurde die Leuchtschrift auf dem Dach des Hotel Erfurter Hof WILLY KOMM ANS FENSTER abgeändert in WILLY BRANDT ANS FENSTER. Mit einer Performance wanderte das übriggebliebene KOMM zu Radio F.R.E.I. und ist inzwischen ein Markenzeichen des KulturQuartiers geworden. Maria Vill und David Mannstein intervenieren mit ihrer neuen Arbeit für die StadtRaumBoxen im öffentlichen Raum in Erfurt.

StadtRaumBoxen #9 – Johanna Nocke „Offener Raum“

Vitrinen mit Holzkonstruktion
Foto: Johanna Nocke

StadtRaumBoxen #8 – Nici Wegener „Ressourcen und Visionen“

StadtRaumBoxen #7 – MichaL Schmidt

Zur zweiten Eröffnung 2018 werden in diesem etwas anderen „Galerieraum“ Arbeiten des Erfurter Künstlers MichaL Schmidt vorgestellt.

6,39m³ + stellt den Versuch dar, die eigenen formalen Gewohnheiten, weg von den sonst klar umrissenen zweidimensionalen Malereien und den meist statischen Objekten, bzw. installativen Arbeiten Michal Schmidts, hin zu einer freien Auseinandersetzung mit dem Raum rund um die Stadtraumboxen vor dem alten Schauspielhaus in Erfurt spielerisch neu auszuloten. Der Titel beschreibt das Gesamtvolumen der Boxen.

Die drei Schaukästen definieren eine kleine, recht limitierte Projektionsfläche aus jeweils sechs Seiten. Diese gilt es aufzulösen und mit Hilfe freier, textiler Elemente zu erweitern. Die Stadtraumboxen sind so nicht nur Sockel, sondern gestalterisches Element, Teil einer größeren Komposition. So geht also um Platz und Raum, konkret und metaphorisch. Es braucht also mehr als 6,39m³ +!

StadtRaumBoxen #6 – Christian Claus “home sweet home “

StadtRaumBoxen #6: “home sweet home” heißt der sechste Streich im Rahmen unserer Ausstellungsreihe vor dem Schauspielhaus. Der in Erfurt und Weimar lebende Künstler Christian Claus macht den Anfang des diesjährigen Reigens, seine Arbeiten werden bis zum 17. Juni 2018 zu sehen sein.

Für den musikalischen Rahmen der Vernissage sorgt Jan B (Polyfon).

StadtRaumBoxen #5 – Annekatrin Lemke “fabric”

StadtRaumBoxen #4 – Konstantin Bayer “Partikel”

StadtRaumBoxen #3 – Martin Fink “Munroi – shifted architecture”

StadtRaumBoxen #2 – Boxenstop “Rasenbetretenverbotencontest”

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