Vorhang auf und Bühne frei

...für ein junges KulturQuartier im SCHAUSPIELHAUS

 

Es ist still geworden im SCHAUSPIELHAUS der Thüringer Landeshauptstadt.


1897 traf sich in dem neobarocken Vereinshaus des Geselligkeitsvereins „Ressource“ die gutbürgerliche Erfurter Gesellschaft.

Der zweite Weltkrieg bedeutete das Ende des Herrenvereins, doch das Haus sollte weiterhin ein Kulturort sein.

1949 eröffnete der umgebaute Gebäudekomplex als Theater.

2003 dann das Aus.

Seitdem steht das Haus leer und ist ein, wie der Historiker Dr. Raßloff schreibt „trauriges Denkmal kulturpolitischen Entwicklung nach 1989“.


Der KulturQuartier Erfurt e. V. möchte das SCHAUSPIELHAUS als einen Ort der Kultur- und Kreativwirtschaft etablieren. Mit der Idee, etwas zu verwirklichen, das allen ErfurterInnen aber auch dem Umland und den Gästen der Stadt zu Gute kommt, sind wir als Verein KulturQuartier Petersberg e. V. im September 2012 gestartet. Unser Ziel war es, die Defensionskaserne auf dem Petersberg Erfurt zu beleben und stärker in das Herz der Stadt zu rücken. Die Pläne scheiterten, der Stadtrat entschied sich für eine Nutzung der Kaserne als Bürogebäude.


Auf der weiteren Suche nach einem passenden Ort stieß der Verein auf das SCHAUSPIELHAUS.Es ist ein Ort mit enormem Potenzial: großzügig, vielfältig, zentral und mit dichter Atmosphäre.


Durch die Ansiedlung und Bündelung vielfältiger Akteure soll ein sich gegenseitig inspirierendes Zentrum geschaffen werden, das in die Stadt hinein wirkt und die Bildung von Netzwerken fördert. Die Struktur des Hauses mit Zuschauersaal, Bühnenhaus, Foyers, Büros und Garderobenräumen bietet vielfältigen Nutzungen Platz.


Neben klassischen Studio- bzw. Atelierstrukturen sind auch Kino, Café, Tanz, Theater und Ausstellungsräume möglich. Um das Gebäude zusätzlich in seinem stellenweise schwierigen Grundriss optimaler nutzen zu können, gibt es die Idee, ein mehrgeschossiges Regalsystem für Ateliernutzungen im ehemaligen Bühnenhaus zu installieren.


Die Projektidee hat sich in den letzten Monaten, nach einer Begehung und Gesprächen mit der Stadtverwaltung, den Vereinsmitgliedern und Diskussionen in der Öffentlichkeit entwickelt und steht damit mitten im Prozess. Das Areal soll baulich und inhaltlich etappenweise entwickelt werden. Das hat für die zu gründende Genossenschaft den Vorteil, nach einer Grundsanierung entsprechend den finanziellen Möglichkeiten zu planen und zu bauen und sich zudem den aktuellen inhaltlichen Nutzungswünschen der Interessenten anzupassen.

 


Das Schauspielhaus aus der Luft

Der Querschnitt

mögliche zukünftige Nutzung

Die Räume in 3D-Übersicht