#Baustelle – August 2026

Im August hat sich auf unserer Baustelle wieder einiges getan. An vielen Stellen wird inzwischen deutlich, wie aus dem ehemaligen Schauspielhaus das zukünftige KulturQuartier Schauspielhaus entsteht und aussehen wird. Während jetzt auch an der Fassade im Klostergang erste fertige Bereiche sichtbar werden, wird im Inneren und unter der Erde weiter an der Infrastruktur gearbeitet, die später ganz selbstverständlich funktionieren soll.

Im Bereich der Villa am Klostergang wurde die Fassade im August saniert. Nach den Putzarbeiten zeigt sich die Villa nun wieder mit ihrem neuen Anstrich. Der originale Farbton des Gebäudes ist zurück – NCS S1510-Y6OR – schwer zu merken, aber leicht zu lieben. Gleichzeitig wurden die historischen Stuckelemente restauriert und damit wichtige Details der ursprünglichen Fassadengestaltung erhalten. Parallel wurden die ersten Graffiti an der Fassade restauriert und anschließend mit einer Schutzschicht versehen. So bleiben die erhaltenswerten Spuren weiterhin sichtbar und sind gleichzeitig besser vor Witterungseinflüssen geschützt.

Zeitgleich ist auch der Ausbau der technischen Infrastruktur weiter vorangeschritten. Im August wurden die Lüftungsanlagen und die ersten Meter der dazugehörigen Zu- und Abluftkanäle eingebaut. Insgesamt wird das KulturQuartier über acht Lüftungsanlagen für die unterschiedlichen Nutzungsbereiche verfügen. Das Prinzip dahinter ist eigentlich ganz einfach: Über die Zuluft wird frische, aufbereitete Luft in die Räume geführt. Gleichzeitig wird verbrauchte Raumluft über die Abluft abgesaugt und nach außen geführt. Die dafür notwendigen Kanäle, die sich kilometerweiter durchs Gebäude ziehen werden Stück für Stück von der TGG Thüringer Gebäudetechnik GmbH aus Gotha eingebaut.

Derweil arbeitet unsere Tiefbaufirma kontinuierlich an den Erdarbeiten im Klostergang. Dafür werden Leitungsgräben angelegt und die notwendigen Leitungswege bis zur Grundstücksgrenze vorbereitet. So entstehen wichtige Voraussetzungen für die Hausanschlüsse und damit für die spätere Ver- und Entsorgung des Gebäudes.

An anderer Stelle wurde an der Brandschutz- und Trittschalldämmung gearbeitet. Eingebracht wurde Glaswolle als Dämmschicht. Was dabei ein bisschen wie Schnee aussieht, erfüllt gleich mehrere wichtige Funktionen: Die Dämmung reduziert die Übertragung von Gehgeräuschen und verbessert damit den Trittschallschutz. Außerdem trägt sie zum baulichen Brandschutz bei und hilft dabei, die Ausbreitung von Feuer zu begrenzen.

Während also an der Fassade bereits sichtbar wird, wohin die Reise geht, verschwinden im Inneren immer mehr technische Details in Böden, Wänden und Decken. Vieles davon wird später kaum noch zu sehen sein – aber genau diese Arbeiten sorgen dafür, dass das KulturQuartier Schauspielhaus für eine vielfältige kulturelle Nutzung funktionieren kann.


Zum Vergrößern auf die Bilder klicken: