#Baustelle – Juli 2026
Prägend für die aktuellen Bauberatungen sind die technische Gebäudeausstattung. Viele der Arbeiten sind auf den ersten Blick kaum sichtbar, bilden aber die Grundlage für einen späteren zuverlässigen und energieeffizienten Betrieb des KulturQuartier Schauspielhaus. Das Ingenieurbüro Pöhlmann (IBP) begleitet vor Ort die Ausführung der Heizungs-, Sanitär- und Lüftungstechnik und stimmt notwendige Detailanpassungen fortlaufend mit den ausführenden Firmen (Elektrotechnik Radke, TGG Thüringer Gebäudetechnik, Heizungs- u. Sanitärtechnik Hempel) ab.
Schwerpunkte: Wärmepumpen, Fernwärmeanschluss, Elektroanschlüsse und Kabeltrassen, Lüftungskanäle sowie die Abstimmung zur Ausführung. Die ersten Meter der Lüftungskanäle sind inzwischen montiert und lassen in den Räumen bereits erkennen, wie umfangreich die technische Gebäudeausstattung künftig sein wird. Die Wärmepumpen werden auf dem Dach sowie im Bereich der Anlieferungsrampe aufgestellt. Sie sind ein wichtiger Teil des nachhaltigen Energiekonzepts unseres Hauses. Parallel dazu laufen die letzten Vorbereitungen für den Anschluss an das Erfurter Fernwärmenetz. Die Arbeiten beginnen am 10. August.
Im Großen Saal standen die Abstimmung der Zu- und Abluftleitungen, die Dachdurchführungen, die Entrauchungskanäle sowie der Einbau der Brandschutzklappen im Fokus. Diese sorgen dafür, dass sich Feuer und vor allem Rauch im Brandfall nicht über die Lüftungsleitungen im Gebäude ausbreiten können. Außerdem im Fokus: die Lüftung des zukünftigen Kinosaals. Die Zuluft wird über Kanäle unterhalb der ansteigenden Sitzreihen in den Saal eingebracht. Dadurch verteilt sich später die frische Luft gleichmäßig im Raum und sorgt für ein angenehmes Raumklima während der Kinovorstellungen.
Die Zimmerleute waren im Juli auch wieder im Einsatz. Gemeinsam mit dem beratenden Ingenieurbüro GBI und der Bauleitung werden die Arbeiten an der historischen Holzkonstruktion abgestimmt. Im zweiten Obergeschoss der Villa wird das historische Fachwerk an die neuen statischen Anforderungen und die zukünftige Nutzung der Räume instand gesetzt und an die statische Planung angepasst. Das betrifft auch den Bereich der zukünftigen Dachterrasse. Dort wird das Fachwerk ertüchtigt und die Unterkonstruktion für die späteren Dämmarbeiten hergestellt.
An anderer Stelle im Haus laufen außerdem die Vorbereitungen für die zukünftigen Treppenanlagen. Für die später einzubauenden Stahltreppen nahm die Firma MAE vor Ort das exakte Aufmaß. Auf dieser Grundlage können die Treppen passgenau gefertigt und eingebaut werden.
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