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StadtRaumBoxen # 28: Marcel Krummrich. FIAT LUX
Marcel Krummrich (*1971) absolvierte eine Ausbildung als Fotograf an der renommierten Ostkreuzschule Berlin. In seinen Projekten setzt sich der in Erfurt lebende Fotograf mit Geschichte, Geschichten, aber auch mit Phänomenen unserer Gesellschaft auseinander. Nicht selten verschränkt er aktuelle Beobachtungen mit kultur- bzw. kunsthistorischen Bezügen. Für „FIAT LUX“, StadtRaumBoxen #28 hat Marcel Krummrich das Motiv des Blumenkranz- oder auch Girlandenbildes gewählt, um der Frage nachzugehen: „Woran glauben wir heute?“. Mit dem Verlust der Kirchen an Mitgliedern haben sich kontinuierlich alternative Formen, neue Trends entwickelt, die als Ersatzreligion beschrieben werden. Selbstoptimierung (mental, physisch) und Konsumbesessenheit bieten in vielerlei Hinsicht Raum für die Verortung der eigenen Sehnsüchte. Mit der Verwendung des Bibelzitats „FIAT…
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StadtRaumBoxen # 27: Timo Behn. WEHE DEM, DER LÜGT.
Die StadtRaumBoxen #27 stehen unter dem Motto Fake News. Wobei die News von einer historischen Quelle ausgehen. Das Themenjahr Faust, das im benachbarten Weimar gebührend gefeiert wird, veranlasste Timo Behn (Rudolstadt), „seine“ Thüringer Klangwelt mit diesem Weltliteraturwerk zu verbinden. Unter dem Titel WEHE DEM, DER LÜGT. (Gretchen in Faust I) warten die nächsten StadtRaumBoxen mit einer Installation aus Klang, Text und Um-die-Ecke-Denken auf. Der in Jena geborene Künstler Timo Behn studierte an der Akademie in Nürnberg. Wieder zurück in der thüringischen Heimat war es deren Klangwelt, die ihn interessierte. Auf das Landesstipendium bewarb er sich mit der Idee der künstlerischen Transformation des Klangs von Orgeln, Glocken (erinnert sei auch an…
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StadtRaumBoxen # 26: Michael Göbel. TEXTSCHLEIFE (FRAGMENTE)
Mit den StadtRaumBoxen #26 können gespannt sein, auf die Arbeiten von Michael Göbel! Der in Kassel lebende Künstler arbeitet als Bildhauer. Zu seinem Œuvre gehören Installationen, Interventionen und Objekte weit entfernt vom klassischen Begriff der Skulptur. In ihnen beschäftigt er sich oft mit den unspektakulären Relikten unserer Kultur, nimmt verlassene Orte in den Fokus und hinterfragt damit das Verhältnis von Individualität und Gesellschaft. Dafür entwickelt er themenbezogenen Konzepte, arbeitet präzise und detailgenau; nichts überlässt er dem Zufall. Dieser künstlerische Ansatz findet sich auch in seiner Arbeit für Erfurt. Die Auseinandersetzung mit einem verlassenen Ort, dem ehemaligen Schauspielhaus, das aktuell wieder zu einem lebendigen Kulturort aktiviert wird.Michael Göbel nimmt Bezug auf…
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StadtRaumBoxen # 25: Inken Reinert. SITZEN LASSEN
Für die #25. Ausstellung der StadtRaumBoxen hat Inken Reinert drei Konstellationen aus gefundenen gebrauchten Stühlen geschaffen.Dabei nutzt die in Berlin lebende Künstlerin eine Arbeitsweise, die bereits viele ihrer vorangegangenen Projekte bestimmt: die Nutzung von Foundfootage. Das verwendete Material besitzt eine historische, politische, soziale und kulturelle Konnotation und damit Erinnerungen, die ihm eingeschrieben sind. Durch die Wiederverwendung spürt sie diesen einerseits nach, rückt die Erinnerungen beziehungsweise die mit ihnen verbundenen politischen und gesellschaftliche Informationen erneut ins Bewusstsein. Andererseits findet durch die neue Kontextualisierung eine Umwertung der Bedeutung dieser Objekte und Materialien statt. Inken Reinert eröffnet nicht nur neue Perspektiven auf das Gefundene, sondern setzt es mit dem Ort der jeweiligen Installation…
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StadtRaumBoxen # 24: UFK Benedikt Braun. NACH DEM DRITTEN REICHTS
In etwas weniger als einem Monat wird ein neuer Landtag in Thüringen gewählt. Benedikt Braun, der seine Kunst selbst als Ultrafreie Kunst (UFK) bezeichnet, ist mit seinen zumeist provokativen Arbeiten zu Fragen sozialer Un/Gerechtigkeit, den prekären Lebensverhältnissen von Künstler:innen, Kapitalismuskritik in all seinen Facetten weit über Thüringen hinaus bekannt. Wirklich zu provozieren, fällt heute in der Kunstwelt nicht leicht. Wir als Rezipient:innen sind schon einiges gewohnt. Wann stellen wir uns heute noch Fragen wie: Darf man das überhaupt? Wird hier nicht eine Grenze überschritten? Bei Benedikt Braun sind die Anspielungen selten subtil, seine Provokation trifft uns direkt. So auch bei diesem Projekt, das er bereits seit einigen Jahren immer wieder…
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StadtRaumBoxen # 23: Kristin Wenzel. PLINTHEN
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StadtRaumBoxen # 22: Thomas Schmidt. DISPLAY TO ME
Für die StadtRaumBoxen #22 ist der Architekt Thomas Schmidt (herrschmidt architekten) eingeladen. Thomas Schmidt ist nicht nur ein leidenschaftlicher Architekt, er ist von allem auch ein Stadtgestalter und ideengebender Kulturakteur.Neben seinen mehrfach ausgezeichneten und mit Preisen bedachten Bauten – von Privathäusern über Gebäude mit öffentlicher Nutzung wie dem Kontor oder dem Turmhaus am Wenigemarkt greift Thomas Schmidt auch immer wieder mit temporären Projekten in den urbanen Raum nicht nur architekturgestalterisch, sondern auch durch inhaltliche Angebote ein (Café togo, Strandgut, Kurhaus Simone). Dazu schenkt er u. a. vernachlässigten Orten Beachtung, wertet sie durch minimale oder umfassendere Eingriffe um. Lässt sie zu Räumen der Begegnung, Kommunikation werden; kulturelle Aktionen dienen dabei…
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StadtRaumBoxen # 21: Christel Fetzer. DIE MÜHEN DER EBENE
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StadtRaumBoxen # 20: Christof Zwiener. NUANCEN
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StadtRaumBoxen # 19: Alexander Grüner. 3 + 40 WIDERSCHEINE
Zu sehen ist die Ausstellung bis 09.10.2022.

















